Was sind Software-Container? | fecher
Software-Container
IT-Glossar

Software-Container: Definition und Anwendung

Anwendungen werden immer zahlreicher und komplexer: Aufgrund der weltweiten Digitalisierungsprojekte steigt die Nachfrage nach umfangreichen (Fach-)Anwendungen kontinuierlich an. Das stellt wachsende Anforderungen an Infrastruktur, Prozesse, sowie Teams in der IT. Um sie zu bewältigen, sind Software-Container inzwischen ein beliebtes und unerlässliches Werkzeug geworden. Was solche Container genau sind, wie sie genutzt werden und welche Vorteile sie bringen, haben wir für Sie zusammengefasst.

Was ist ein Software-Container?

Ein Software-Container ist ein “Behälter”, der neben einer Anwendung alle Elemente enthält, die zu ihrer Ausführung in beliebigen Umgebungen benötigt werden. In Containern enthaltene Elemente sind Quellcode, Systembibliotheken und -tools, sowie eine Laufzeitumgebung. Sie virtualisieren also die Betriebssystem-Ebene und sind somit überall lauffähig: ob auf Linux-, Windows- oder Mac-Betriebssystemen, einem Server, im Rechenzentrum, einer Cloud oder auf Entwickler-PCs.

Im Vergleich zu Virtual Machines (VMs), die eine Virtualisierung physischer Hardware darstellen, sind Container kompakter, portierbar und starten schneller. Um viele Container zu verwalten, wird Software zur Orchestrierung genutzt. Beispiele sind die Open-Source-Lösung Kubernetes oder Docker Swarm.

Was sind Anwendungsfälle für Container?

Softwaremodernisierung und -migration: Nur eine moderne Anwendung kann in einem Container betrieben werden — ein sehr wertvoller, positiver Nebeneffekt der Anwendungsmodernisierung: Modernisierte Software, die per Web-Enabling von Client/Server auf Web umgestellt wurde, wird Kunden häufig mittels Container bereitgestellt. So lässt sich die Software ohne tiefgehende Kenntnisse eines Webservers in die Produktion übernehmen und von den übrigen Anwendungen isolieren. Auch für hochverfügbare und dynamisch skalierbare Anwendungen bietet der Betrieb in Container Vorteile.

Microservices: IT-Container sind als Plattform außerdem eine gute Ergänzung für Microservices, die ebenfalls ein Gegenmodell zu monolithischen Software-Architekturen darstellen: Die Architektur setzt sich aus vielen voneinander unabhängigen Diensten zusammen, die im Betrieb bedarfsweise kombiniert und ausgeführt werden.

Hybrid Clouds: Diese Form des Cloud Computings kombiniert öffentliche Clouds mit privaten Umgebungen. Da Container unabhängig von der Umgebung lauffähig sind, stellen sie die ideale Basis-Architektur für solche Konzepte dar.

Welche Vorteile bringen IT-Container?

Insbesondere für Entwickler ist die Möglichkeit der Containerisierung eine Erleichterung, denn sie ermöglicht die klare Aufteilung der Aufgaben: Entwickler konzentrieren sich ausschließlich auf Logik und Abhängigkeiten der betreffenden Anwendung, während sich operative Informatiker mit der Orchestrierung und Bereitstellung befassen.

Alle Vorteile von Software-Containern auf einen Blick:

  • durch Virtualisierung auf Betriebssystem-Ebene kompakt und schnell zu starten
  • gewährleisten Skalierbarkeit
  • nutzen Ressourcen schonend und effizient
  • unabhängig von der Plattform portierbar
  • für agile Anwendungsentwicklung und Architekturen geeignet

Neben diesem Beitrag zur Software-Containern und ihrer Definition finden Sie weitere wissenswerte Begriffserläuterungen in unserem IT-Glossar!